Frühgeschichte

GoldbecherJungsteinzeitliche Bauten bezeugen eine sehr frühe Besiedlung auf der Insel Werd und am nahen Unterseeufer. Von dieser Zeit an war die Gegend ununterbrochen besiedelt. Dementsprechend wurden zahlreiche interessante Funde gemacht, teilweise von internationaler Bedeutung. Darunter befinden sich der berühmte Goldbecher von Eschenz (2000 v. Chr.) und eine gallorömische Holzfigur (60-70 n.Chr.). Im frühen 1. Jahrhundert n.Chr. errichteten die Römer hier ein Dorf (Tasgetium) und eine Holzbrücke über die Insel Werd zum andern Seeufer. Dazu kam im 4. Jahrhundert der Bau eines Kastells in "Vor der Brugg" (Stein am Rhein), das als Teil eines weiträumigen Dispositivs der Verteidigung des Limes und zum Schutz vor den Allemanneneinfällen diente. Die Bewohner lebten von Ackerbau, Viehzucht und der Fischerei. Die Entstehung des Kastells führte wahrscheinlich zu einem Bevölkerungsrückgang im Raum Eschenz. Der Wegzug der Römer vollzog sich kurz nach 400; darauf erfolgte eine friedliche Landnahme durch die Allemannen.